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Sagen

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich viele Sagen, die teils aus der Unwissenheit der Menschen über Naturereignisse, teils über die Weitererzählung von Begebenheiten entstanden. Da sie erst vor relativ kurzer Zeit (meist weniger als 200 Jahre) aufgeschrieben wurden, wurde ihr Inhalt im Laufe der Zeit immer wieder verändert, da sich die Erzählungen nie 100%-ig glichen und durch Vergessenheit auch einige Teile nicht weitererzählt wurden.

 


Die lustigen Musikanten oder die weißen Kälber.

Zwei Musikanten aus Trebendorf waren einmal zu Viereichen zur Kirmes, Musik dort zu machen. Beim Nachhausegehen waren sie hungrig, gingen deshalb in Nochten Kuchen betteln, weil dort ebenfalls Kirmes gewesen war. Im ersten Bauernhof kriegten sie Schimpfe, gingen weiter, kamen zum zweiten Bauern. Dort nahm der Bauer einen alten Besen und schmiss nach ihnen. Der dritte Bauer ließ einen bösen Bullen auf sie los. Also mussten sie hungrig weitergehen. Es war im Herbst; da stand noch das Grummet in Schobern auf den Nochtener Feldern. Müde legten sich beide in das Grummet am Wege. Des Nachts kam ein Paar ebenfalls von der Kirmes. Dieses setzte sich, unwissend, dass dort zwei Musikanten schon drin liegen, auch an denselben Grummethaufen, sprachen dort von ihrer Liebe und Trauer, bis die beiden Musikanten aufwachten und das Paar erschreckten. Es lief fort, ließ aber den Kirmeskuchen liegen. Den nahmen die Musikanten, aßen vor Hunger den ganzen Kuchen und gingen lustig weiter. Gegen Morgen kamen sie in den großen Tiergarten, der nördlich von Nochten liegt. Auf dem Eichenberge kam eine wilde Sau und ein Eber mit einem Haufen junger Ferkel. Da nahm sich der eine eins von diesen bunten, kleinen Tierchen. Das schrie aber sehr, bis die beiden Alten gewahr wurden und hinterher gerannt kamen. Die Musikanten waren aber damals noch jung und flink und machten die Beine breit. Glücklicherweise blieb jeder auf einem Schwein sitzen, und kamen in Galopp und schnell nach Hause. In Klein Trebendorf steht noch heute ein alter Birnbaum am Wege vor Michels Hof mit breiten Ästen. Dort blieben die beiden Wettrenner hängen. Sie dachten, dass sie nach Hause gehen, trafen aber falsch bei Michels. Dort wollten sie übernachten, gingen leise in den Kuhstall. Dort war die Decke schlecht. Da brachen sie schlafend durch die Decke. Da kam der Bauer mit seiner Frau, zu sehen, ob die eine Kuh das Kalb haben würde sie sahen dort die nackten Musikanten, und die Frau sagte: Gar zwei weiße Kälbchen haben wir!

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